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Profil des GanzTags in Brandenburg

01.01.1970

Anzahl der Ganztagsschulen

Primarstufe: 73 Schulen mit Ganztagsangeboten in der VHG (verlässliche Halbtagsgrundschule), 76 Schulen mit Ganztag in offener Form, 1 Schule mit besonderer Form
Sekundarstufe I: 55 Schulen in voll gebundener Form des Ganztags, 11 Schulen in teilweise gebundener Form des Ganztags, 35 Schulen mit offener Form
Förderschulen: 22 Schulen als Ganztagsschulen in gebundener Form

Versorgungsziel: Grundsätzlich sollen 25% der Grundschüler/innen und 30% der Schüler/innen in der Sekundarstufe I ein bedarfsgerechtes Angebot erhalten.

Betroffene Schulformen

Grundschulen, Schulen der Sek.I und Förderschulen

Zeitumfang

An mindestens 3 Tagen 8 Zeitstunden oder an mindestens 4 Tagen 7 Zeitstunden

Formen des GanzTags

  1. Offene Form (Ganztagsangebot, freiwillig)
  2. teilweise gebundene Form (Ganztagsschule)
  3. voll gebundene Form (Ganztagsschule)
  4. volle Halbtagsgrundschule plus Hort plus offene Angebote

Ganztagsangebote können auch im Anschluss an den Unterricht stattfinden (additives Modell).
In der Sek. I müssen mindestens 3 außerschulische Kooperationspartner beteiligt sein.

Ganztagsschulen sind durch pädagogische und zeitliche Verzahnung von Unterricht, Freizeit, Betreuung und zusätzlicher Förderung gekennzeichnet (integratives Modell, kostenfreies Angebot für die Eltern, u.U. mit Ausnahme des Mittagessens).

Ganztagsangebote an Grundschulen in der teilweise gebundenen Form werden in der Verlässlichen Halbtagsgrundschule + Hort + ergänzende Angebote (VHG) realisiert. Schulen dieser Art sollen sich zu Lernwerkstätten entwickeln.
Dieses Angebot ist einkommensabhängig kostenpflichtig für die Eltern.

Ziele des GanzTags

Qualitätskriterien für den GanzTag

Qualitätsmerkmale für Ganztagsschulen in BB (nur für die Sek. I, 1998):

Merkmale aus der Ganztagspädagogik
  1. Orientierung am Modell einer Ganztagsschule in gebundener Form
  2. Orientierung der Raumnutzung und Raumgestaltung an ganztagsschulspezifischen Erfordernissen
  3. Orientierung der Zeitgestaltung an ganztagsschulspezifischen Erfordernissen
  4. Schule als Begegnungsraum
Merkmale aus Unterricht und Schulleben
  1. Mitwirkung, Mitgestaltung, Mitverantwortung (Schüler/innen, Eltern, Lehrkräfte
  2. Ansprüche an Bildung und soziale Erziehung
  3. Weiterentwicklung der Lehr- und Lehrkultur
Merkmale der schulinternen Organisation
  1. Konsensprozesse und Konsens im Lehrkräftekollegium
  2. Kooperations- und Entscheidungsstruktur
  3. Schulklima
  4. Qualitätssicherung und Evaluation

Kooperation mit der Jugendhilfe

Ganztagsangebote müssen Angebote des Hortträgers umfassen:
Schule und Hort entwickeln ein gemeinsames pädagogisches Konzept auf der Basis schriftlicher Kooperationsvereinbarungen. In der Sekundarstufe I ist die Jugendhilfe ein herausragender Kooperationspartner.

Außerschulische Kooperationspartner

Bereits bestehende Fortbildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote

Finanzierungsaspekte

Mittel aus dem IZZB des Bundes bis 2008: ca. 142 Mio. €

Gemäß der 2003 verabschiedeten Förderrichtlinie muss bei der Beantragung der Mittel ein pädagogisches Konzept für den Ganztagsbetrieb vorgelegt werden, das verbindliche Bildungs- und Betreuungsangebote zur Förderung und im Freizeitbereich unterbreitet sowie eine Mittagsverpflegung sichert. Neben der großen Förderrichtlinie werden auch Selbsthilfeprojekte der Schulen gefördert.

Personelle Ausstattung

Grundschulen nach dem VHG plus-Modell erhalten 3,67 Lehrerwochenstunde pro Klasse, Grundschulen mit dem offenen Modell drei Lehrerwochenstunden pro Schule Zusatzausstattung. Ganztagsschulen in der voll oder teilweise gebundenen Form erhalten einen Ganztagszuschlag von 20% der Stellen für den Unterrichtsbedarf entsprechend den Stundentafeln.

Für die Durchführung von Angeboten durch Lehrkräfte erhalten Ganztagsschulen in der offenen Form ebenfalls einen Ganztagszuschlag. Der Ganztagszuschlag basiert auf der Anzahl der für die Ganztagsangebote namentlich angemeldeten Schüler/innen und beträgt 0,12 Lehrerwochenstunden pro Schüler.

Alle Ganztagsschulen erhalten einen Teilansatz an Lehrerstunden in Form von Geld (kapitalisierte VZE) für ergänzende Angebote, die z.B. Honorarkosten für außerschulische Kooperationspartner abdecken können. Grundschulen erhalten zu diesem Zweck pro Klasse 833€, Schulen in der Sek. I 500€ pro Jahr. Der Schulträger wirkt beim Jugendamt bezüglich der Personalausstattung darauf hin, dass zur entwicklungsbegleitenden Unterstützung und als Hilfe zur Lebensbewältigung Schulsozialarbeit möglich ist.