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Profil

17.10.2007

Anzahl der Schulen

Insgesamt: 48 im Schuljahr 2007/08, davon eine Schule in freier Trägerschaft. Das entspricht einem Drittel der allgemeinbildenden Schulen im Primar- und Sek1-Bereich. Betroffene Schulformen:

Anzahl der Ganztagsschulen im Lande Bremen, Schuljahr 2007/08

  Bremen in % Bremerhaven in %
Land in %
Primarstufe
 14  19%  5  18%  19  19%
Schulzentrum
 9  50%  2  22%  11  44%
Gesamtschule ISS
 9  69%  3  100%  12  75%
Gymnasium
 2  25%  0  0%  2  22%
Förderzentren LSV  2  17%  0  0%  2  17%
Förderzentren W + E
 1 14% 0 0% 1 13%
Privatschulen mit IZBB Förderung (ab SJ 08/09) 1     
Gesamt
 38 33%  10
 33% 48   33%

Wichtig Ziel: Erweiterung um je 4 Schulen in gebundener Form in den Jahren 2007-2011; Schulen mit offenen Konzepten sollen sich zu teilgebundenen bzw. gebundenen Ganztagsschulen entwickeln. Es liegen Bewerbungen von rund 25 Schulen vor.

Zeitumfang

Je nach Ganztagsform 8.00 bis 16.00 Uhr an drei bis fünf Tagen.

Formen des GanzTags

Nach einer 2-3 jährigen Phase mit überwiegend additiven Modellen werden vom Senat seit 2005 für Grundschulen die gebundenen Formen favorisiert, d.h. alle Konzepte für die Grundschule müssen eine Entwicklungsperspektive zur integrativen Form enthalten. Die 14 Grundschulen in der Stadt Bremen wachsen beginnend mit Jahrgang 1 zur gebundenen Form hoch, bzw. arbeiten bereits in dieser Form. Die bestehenden offenen Ganztagsschulen im Sekundarbereich 1 entwickeln sich tage- bzw. jahrgangsweise zur gebundenen Form.

Aktuell gibt es in Bremen gebundene, teilgebundene (d.h. es werden mind. 2 Tage in gebundener, die restlichen Tage in offener Form durchgeführt) und offene Ganztagsschulen. Drei Ganztagsgrundschulen bieten aus Gründen der Wohnortnähe neben den Ganztagszügen noch Halbtagszüge an.

Zur Unterstützung der gebundenen Form werden in Bremen Arbeitszeitmodelle (Präsenzzeit) an drei Bremer Grundschulen erprobt und wissenschaftlich evaluiert durch das Institut für Schulentwicklungsforschung in Dortmund (Prof. Holtappels). Präsenzzeitmodelle werden in zwei weiteren Ganztagsschulen (P + Sek I) in Bremen auf freiwilliger Basis erprobt.

Ziele des GanzTags

Wichtig Für eine Bewerbung als Ganztagsschule muss eine Schule ein Konzept mit folgenden Aspekten vorlegen:

Qualitätskriterien für den GanzTag

Grundlage für die Ganztagsschulentwicklung in Bremen sind die im Januar 2005 vom Senat verabschiedeten, folgenden Qualitätskriterien:

Wichtig "Die Arbeit in der Ganztagsschule" - Qualitätsbereiche und -standards für Ganztagsschulen in Bremen.

1. Weiterentwicklung der Lehr- und Lernkultur

Ganztagsschulen bieten besonders gute Voraussetzungen dafür, durch eine entsprechende Unterrichtsorganisation Schüler/innen zum selbst verantworteten Lernen zu führen, verbunden mit einem umfassenden Förderkonzept für leistungsstarke und leistungsschwache Schüler/innen.

Dazu gehören:

2. Zeitgestaltung im Ganztag und Rhythmisierung des Ablaufs

Ganztagsschulen nutzen ein Mehr an pädagogisch gestaltbarer Lernzeit in einer auf den ganzen Tag abgestimmten Organisation von Unterricht, Freizeit und Schulleben.

Dazu gehören:

3. Partizipation und Zusammenarbeit intern und mit außerschulischen Partnern

Ganztagsschulen entwickeln und öffnen sich unter Einbeziehung von Eltern, Schüler(inne)n, aller in Schule beschäftigten Kräfte und in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern unter Nutzung anderer Lernorte und verschiedener Professionen (insbesondere Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Sportvereine, soziale und kulturelle Einrichtungen sowie Betriebe der Region).

Dazu gehören:

4. Raumkonzept

Ganztagsschulen nutzen den Raumbestand der Schule unter Berücksichtigung der für den Ganztagsbetrieb erforderlichen unterschiedlichen Funktionen.

Dazu gehören:

(Senatsbeschluss vom 18.1.2005)

Kooperation mit der Jugendhilfe

Bereits bestehende Fortbildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote

Finanzierungsaspekte

Die von der ehemaligen Bundesregierung für Bremen veranschlagten Mittel im Rahmen des IZBB sind von Bremen in voller Höhe (ca. 28 Mio. Euro) abgerufen worden. Zudem hat der Bremer Senat deutlich mehr als die im IZBB geforderten 10% Eigenmittel in den Ausbau von Ganztagsschulen investiert

Personelle und finanzielle Ausstattung der Bremer Ganztagsschulen

Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Stadt Bremen, die finanziellen Ausstattungen der Schulen sind kommunale Aufgaben.

Christel Hempe-Wankerl - Ganztagsschulreferentin beim Senator für Bildung und Wissenschaft
Sandra Reith - Verbundprojekt "Lernen für den GanzTag"