Schulinterne Bestandsaufnahme
Kooperation in den Sozialraum hinein bzw. Kooperation mit außerschulischen Partnern, auch wenn sie nicht direkt aus dem Umfeld der Schule stammen, ist Teil eines gesamten Schulentwicklungsvorhabens. Mitunter ist es sinnvoll, diese Entwicklungsschritte von externen (z.B. Multiplikatoren) oder schulinternen (z.B. Mitliedern einer Steuergruppe) Kollegen moderieren zu lassen. Die Moderatoren stellen ggf. Sachinformationen zur Verfügung und begleiten den Prozess in einem mit den Beteiligten abgesprochenen Rahmen. Die vorgelegten Materialien sind für den Einsatz in solchen Situationen (Konferenzen, Studientage, schriftliche Befragungen) vorgesehen.
Ein grafisches Raster zur schulinternen Bestandsaufnahme bereits bestehender Kooperationen
Bei der Analyse vorhandener Kooperations-Aktivitäten zeigt sich, dass Schulen bereits auf sehr vielfältige Art mit unterschiedlichen externen Partnern zusammenarbeiten. Die strukturierte schulinterne Bestandsaufnahme ermöglicht eine immer wieder notwendige Würdigung auch kleinerer Aktivitäten, gibt einen Überblick über alle Kooperationsvorhaben (bei Bedarf auch vergangener), lässt dabei eventuell eine unausgesprochene Schwerpunktbildung erkennen und zeigt die „weißen Flecken" auf der Kooperationslandkarte. Außerdem können Kooperationen, die bisher nur einzelne Pädagogen oder Schülergruppen betrafen, auf eine breitere Basis gestellt werden. Strukturiert meint hier eine Positionierung der Aktivitäten in einem Bezugsrahmen. Als Bezugsrahmen wird eine Grafik, „Das Haus des kooperierenden Lernens" , vorgeschlagen.
Tabellen zur Analyse von Kooperationszusammenhängen und weitere Darstellungsformen
Um eine Kooperation in all ihren Aspekten zu erfassen, reichen die in den Etagen des Hauses dargestellten Dimensionen oft nicht aus. Man kann Tabellen zusätzlich oder auch als selbstständige Darstellung benutzen, um beliebig viele Parameter darzustellen und diese auch zu gewichten. Die Tabellenform bietet dann auch die Möglichkeit, die Kooperationen nach bestimmten Kriterien zu sortieren, z.B. nach der Anzahl der Schüler, die an einem bestimmten Angebot beteiligt sind oder nach den Kosten, die die Schule zu tragen hat: Skalierung von Kooperationen (Ausschnitt aus der Excel-Tabelle „Koop-Skalierung" , die sich in editierbarer Form als Excel-Datei im Materialteil befindet).
Die Parameter und die Skalierungen müssen den jeweiligen Fragestellungen angepasst werden. Bei einer großen Anzahl bestehender Kooperationen empfiehlt es sich, jeweils eine Tabelle zu einem Themenbereich zu erstellen, z.B. alle Fördermaßnahmen oder alle erweiterten Lernangebote.
Bei der Planung einer Kooperation kann diese Tabelle helfen, verschiedene Varianten zu vergleichen, z.B. im Verhältnis der Kosten zu der Anzahl der beteiligten Schüler oder zur Stärke des Unterrichtsbezugs. In bestimmten Spalten können auch tatsächliche Zahlen (z.B. Anzahl der Schüler oder Kostenaufwand) statt der Skalierung eingetragen und die Rechenfunktionen der Tabellenkalkulation genutzt werden.
Zu weiteren Möglichkeiten, Kooperationen übersichtlich darzustellen,
siehe folgende Materialien:
- Beispiel-Tabelle regionaler außerschulischer Lernorte
(Berlin Tempelhof-Schöneberg)
Die PDF-Version des gesamten ersten Teilbausteins ist hier zu finden.
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