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Lernen über den ganzen Tag verteilt entspricht einer Grundintention der Ganztagsschule. Schülerinnen und Schüler können neues Wissen erwerben und bereits erworbenes Wissen vertiefen oder erweitern, kurz Lernzeiten nutzen. Im Ganztag haben sie dazu Gelegenheit im Unterricht gemeinsam mit der Lehrkraft, in angeleiteten oder begleiteten Lernarrangements mit Mitschülerinnen und Mitschülern, Fachleuten oder Helfern oder selbstständig.
Das individuelle Lernen des Kindes rückt in den Focus aller, die am Thema Hausaufgabe beteiligt waren. Sie stellen fest, dass jedes Kind sein eigenes Lerntempo hat und benötigt, dass es häufig mit unterschiedlicher Konzentration lernt und dass es die Lernatmosphäre in seiner Gruppe positiv oder negativ beeinflusst.
Im Prozess von den Hausaufgaben zur Gestaltung von Lernzeiten müssen alle Beteiligten die Bedingungen ihrer Schule reflektieren, um ein standortbezogenes (Haus-)Aufgabenkonzept zu entwickeln:
Bestandsaufnahme
Es empfiehlt sich, zu Beginn einer Konzepterstellung das Themenfeld aus der persönlichen Sicht der Beteiligten zu betrachten und zu analysieren:
Beteiligt sind:
Fachkräfte in der Hausaufgabenbegleitung - in Lernzeiten
Rahmenbedingungen
(bearb., nach Höhmann, K., 2007, Hausaufgaben an der Ganztagsschule, Schwalbach/Ts)
Hausaufgabenort und Organisation
- welcher Raum;
- konkreter Arbeitsplatz;
- Ausstattung des Raumes/Arbeitsplatzes;
- Arbeitsmaterialien/Recherchemöglichkeiten
Gruppenzusammensetzung und Verbindlichkeit
- welche SchülerInnen arbeiten gemeinsam, klassen-, jahrgangsbezogen;
- freie Wahl;
- Verbindlichkeit
Zeitpunkt und Dauer
- wann, feststehende Zeit/besondere Tage;
- Wahlmöglichkeit für Kinder
Personaleinsatz
- wer macht was
Schulprogramm - schriftliches Förderkonzept
- Hausaufgabenkonzept
Kommunikation und Kooperation
- Absprachen;
- gemeinsame Regeln/Rituale;
- Kommunikationswege;
- Konferenzen


