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Adressaten

Das Gender-Modul soll die schrittweise Verankerung geschlechtsbezogener pädagogischer Angebote im Ganztag unterstützen. Im Sinne einer Querschnittsaufgabe (vgl. hierzu im Kapitel Inhalte) sind hier nicht nur die Fach- und Lehrkräfte gefordert, die mit den Mädchen und Jungen arbeiten, sondern auch alle den Ganztag beratend, koordinierend und/oder steuernd mit begleitenden Akteure in der Schule, bei Trägern und Ämtern.

Adressaten des Moduls sind somit zum einen Multiplikatoren/-innen aus Schule, Jugendhilfe und anderen relevanten außerschulischen Institutionen, die den Ganztag mit gestalten. Das sind insbesondere:

  • die Berater/-innen bei den Schulämtern oder bei Jugendämtern,
  • für den Ganztag verantwortlichen Fachreferenten/-innen bei Wohlfahrtsverbänden,
  • Mitglieder der Kompetenzteams sowie
  • Fortbildner/-innen bei Weiterbildungsträgern (Volkshochschule, Familienbildungsstätten usw.).

Diese Multiplikatoren/-innen sollen mit Hilfe des hier dokumentierten Materials in der Lage sein, Schulungen und Beratungen zum Thema Gender zu organisieren und/oder selbst mit durchzuführen. 

Mit Blick auf die Bedarfe der handelnden Akteure im Ganztag ist davon auszugehen, dass es dort ein großes Interesse an Arbeitshilfen und Materialien für die konkrete Arbeit mit Mädchen und Jungen gibt. Von daher sollen die hier aufbereiteten Materialien auch praxisnahe Hinweise für den pädagogischen Alltag im Ganztag bieten und so neugierig machen für die Chancen geschlechtsbezogener Arbeit.

Zweite Adressatengruppe ist demzufolge das (pädagogische) Personal aus Schule, Jugendhilfe und anderen relevanten außerschulischen Partnern aus Sport, Kultur usw., die den Ganztag mit gestalten. Das sind Lehrer/-innen und sozialpädagogische Fachkräfte, aber auch andere Professionen bis hin zum ehrenamtlich tätigen Personal.

  • Diese sollen mit Hilfe des hier dokumentierten Materials zum einen für die geschlechtsbezogene Arbeit mit Mädchen und/oder Jungen geschult werden können.
  • Zum anderen geht es darum, diesen Zielgruppen praxisnahe Hinweise für den pädagogischen Alltag im Ganztag bieten.

Für alle Zielgruppen gilt es zu beachten: Die geschlechtsbezogene Arbeit mit Mädchen und Jungen ist ein kontinuierlicher Qualifizierungs- und Reflexionsprozess. Das Gender-Modul bietet Hinweise und Anregungen für den Weg von der Arbeit mit Kindern zur gendersensiblen Arbeit mit Mädchen und mit Jungen - gestalten und weiterentwickeln müssen ihn die im Ganztag tätigen Akteure, Fachfrauen wie Fachmänner in ihrer Praxis und in ihren Teams selbst.

Achtung: Geschlechtsbezogene Arbeit ist zunächst keine Frage der Methode, sondern eine der Haltung. Im Mittelpunkt stehen die/der gendergeschulte, reflektierte Fachfrau/Fachmann. Diese Kompetenz ist in der Regel nicht über Materialien und Selbstlernprozesse erwerbbar, sondern bedarf der Qualifizierung in der angeleiteten Lerngruppe. Für die hier genannten Adressaten bedeutet das, dass der Weg in die geschlechtsbezogene Arbeit mit Mädchen und Jungen im Ganztag auch über Fortbildungen führen muss (vgl. hierzu im Kapitel Planungsvorschläge)

BLK-Logo - Lernen für den GanzTag